|
Bockbierfest ein voller Erfolg
Die „unruhigen Goschn“ geigten es den Rötzern – Bock des Jahres für Jonny Balk
Süffig und zünftig ging es heuer wieder beim traditionellen Bockbierfest im Rötzer Fürstenkasten zu.
Die richtige Unterhaltung durch die Stimmungsband „Blue“, der es nach kurzer Anlaufzeit gelang, den Saal zum Brodeln zu bringen, der Bock und die deftigen Speisen sorgten für das nötige Starkbierfestgefühl. Frontfrau Simone, mit einer Stimme wie ein Orkan, tat zumindest für den männlichen Teil des Publikums das Ihre dazu während sich die weiblichen Gäste an den knackigen Wadeln der bedienenden Fußballer in Lederhosen erfreuen konnten. Ein Höhepunkt war diesmal der Auftritt der "Unruhigen Goschn“ mit einem humorvollen, manchmal zweideutigen Vortrag über besondere Vorkommnisse in Rötz. Die langjährige Erfahrung als Teil des Dichtergespanns der „Naschn Wäwa“ merkte man Gertraud Schmid und Margot Reil an, als sie tratschend die Bühne betraten. Viel gab es zu erzählen in einem Jahr, in dem der Rötzer Fasching auf Sparflamme kochte. Ob Bürgermeister, Kämmerin, Vorstand oder einfacher Bürger, ein jeder bekam sein Fett weg. Weit spannte sich der Bogen von der Politik und das Vereinswesen bis hin zum öffentlichen Leben. Trotz der infolge Zeitumstellung verkürzten Nacht kamen wieder alle auf ihre Kosten und freuen sich schon wenn es nächstes Jahr wieder heißt: „Auf geht’s zum Bockbierfest nach Rötz!“ „Bock des Jahres“ ging nach Bauhof Ein weiteres Highlight war die Verleihung des Ehrenpreises „Bock des Jahres 2011“. Viele Rötzer hatten sich im Laufe des Jahres beworben, doch nur einem gelang es, einen richtigen „Bock“ abzuschießen. Jonny Balk, stadtbekannter Unternehmer und bis vor kurzem aktiver Spieler in der Rötzer Bezirksligamannschaft hatte nach der Vergabe nicht nur den Bock, sondern auch die Lacher auf seiner Seite. Hatte doch dieses „gestandene Mannsbild“ beim „Feierabendzigrettl“ auf der Terrasse den Schuss eines Jägers weit unten im Tal für einen direkten Angriff auf Leib und Leben gedeutet und sich eilends hinter Wohnzimmercouch und Ehefrau versteckt. Die per Telefon alarmierten Gesetzeshüter bewiesen Fingerspitzengefühl und schenkten dem „Bauhofer Jonny“ schon aus der Ferne keinen Glauben. Soviel „Memme statt Mann“ war den „Unruhigen Goschn“ einen Preis wert und der Empfänger freute sich sichtlich, als er den Bock in Empfang nahm.
Aus dem „Levitenlesen“ der „unruhigen Goschn“: Zur Rötzer Informationsbroschüre: ein Lügenblatt „Do drin is doch quasi koi Wort wohr“ Über Bürgermeister Reger: Er ist nicht mehr so oft in der Zeitung weil er weniger auf sein Äußeres achtet und inzwischen so viel Platz braucht, weil „er had ja scho oine“. Zu Rötzer Veranstaltungen kommt er eh nicht, aber wehe in Bernried tut sich was, „da geit er natürlich selwa hi“ Über die Narrischen Weiber: Ihr Auftritt war eh nur Profilierung für den Bürgermeister. Und dann das Mobbing duch die „Süss-Sauer“ (Kämmerin Andrea Süß): „a ganz Joahr hads am Rathas om umma zickt“ und wahrscheinlich eine „Nachrichtensperre“ verhängt. Zur Rötzer Wirtshauskultur: Die geplante Umgehungsstraße ist das Todesurteil für die Rötzer Wirtshäuser – aber es gibt ja eh fast keine mehr. Nur im Cafe M „geht der Punk ab“, selbst in der „Erlebnisgaststätte am Marktplatz“ mit den „zwei Nilpferden“ sollen demnächst die Lichter ausgehen. Die Zwillinge haben mit ihren „Jungbrunnen aus dem Nachbarland“ ein neues Hobby und planen die Abwanderung nach Neunburg. Der „Girtler, da alt Mo,“ nennt „sa Bude da oben Rötzer Steakhaus“, dem ist die Nachbarschaft der Neureichen wie dem „Naderer Kare“ oder dem „Fliesenbicka Decker“ zu Kopf gestiegen. Über die Vereine: Der Vorstand der KAB kann krankheitsdedingt den Schuldienst nicht ausüben, dafür grinst er „bal alle Wocha aus da Zädung assa“ Die Reservisten, zelteln nur noch mit Ofen und könnten zusammen mit anderen Vereinen die RAF (Rötzer Alten Fraktion) gründen. Die DLRG hatte statt einer Weihnachtsfeier eine Abschlußfeier mit „Stimmung wie beim Lächttrunk“. Nur zwei Tische waren gefüllt, „Tisch A wej d‘A-Schafferer und Tisch B wej – fallt ma nix a“. Die Judokas mussten absteigen und kämpfen jetzt wieder in der „Ruine vo Turnhall“ deren Neubau in den Sternen steht. Dafür wird der Pausenhof mit 287.000 € saniert und vermutlich mit „Diamanten gepflostert für 20 Minuten Pause und a bloß wenns schej is“. Auch das „s’Draufzahl-Hallenbad“ wurde renoviert, jetzt ist das Draufzahlen schöner. Nur die Sa’erpfl konnten positiv erwähnt werden, „dej doun niad bloß saffa“ sondern haben 14 Stunden land dem Lintl Sepp seine Biogasanlage besichtigt, „manche ham mehr gseng wej da wor“. Auch mit dem MRC ist nicht mehr viel los, die fahren jetzt mit Stützrädern und nennen es „Quad“. Die Fußballer krebsen in der Bezirksliga rum, spielen meistens gegen den Abstieg. Der Ex-Trainer Berl ist jetzt der fleißigste Spieler und Torschützenkönig. Beim Urlaub in der „Dom Rep“ stieß er an seine Grenzen, er wollte schlafen, die anderen in die Disco. Er wird halt auch älter und steht sowieso auf reifere, am besten verheiratete Semester. Auch die anderen „Alten“ der Abteilung bekamen ihr Fett weg, so wegen dem Ski-Ausflug, der nur aus Apres Ski bestand oder dem Geburtstagsausflug des Hauser Alfons zu den Mädchen in Hamburg, die „so arm sind, dass sie nichts zum Anziehen haben“. Auch vor dem FC macht die Überalterung nicht halt, „De Jugendmannschaften genga Bouma as“, dafür „kannt ma wahrscheinlich scho 3 Alte Herren Mannschaften zambringa“. Der Abteilungsleiter, der immer tönte „Opa ohne jemals Vater gewesen zu sein“, soll plötzlich einen 18-jährigen Sohn haben und dem Kipp seine Gitte ist jetzt „Event-Managerin“ damit sie ihn immer im Auge hat. Darum will er jetzt 4 Tage nach München zu den Isarthaler Hexen radeln – nur schade, dass Gitte davon noch nichts weiß und auch noch nichts genehmigt hat. Dem Vorstand des Fördervereins wurde „lichtes und friedhofsblondes Hoar“ unterstellt sowie ein Ende der Sturm- und Drangzeit: In Oberwildenau wurden ihm „d’Haftln anneghaut“. Aber was heißt schon Vorstand: „da Winklmann Johannes mocht de ganz Orwad und da Toni die Show.“ 
Weitere Bilder.....
|