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6. Dan für Adolf Bindl PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Karl Reil   

alt Adolf Bindl wurde der 6. Dan verliehen

Michael Scherr hielt Laudatio

Der Anlass für eine weitere Würdigung beim großen Ehrenabend des FC Rötz liegt schon etwas zurück. Aber nach einer sehr seltenen Auszeichnung für Judoka Adolf Bindl war auch dem 1. FC Rötz eine besondere Ehrung ein echtes Anliegen. Als amtierender Vorstand sprach Michael Scherr, der über 30 Jahre lang Wegbegleiter und Freund des Geehrten war, die Laudatio aus dem Stegreif. Michael Scherr war und ist von der Richtigkeit der Entscheidung des Ehrenrats im Deutschen Judobund zutiefst überzeugt, Adolf Bindl den 6. Dan zu verleihen. Den Vorsitzenden übermannte nach seiner Rede die Rührung. Die Ehrung für den höchsten Meistergrad, den es im Judosport überhaupt gibt, ist ein klein wenig auch sein Werk, und neben einer Medaille vom 1. FC Rötz sah Adolf Bindl auch die Tränen eines Freundes.

Adolf Bindl hat im Dezember 2004 nach einem Turnier in Weiden den 6. Dan verliehen bekommen. Erstmals ging diese Auszeichnung, die man sich nicht erkämpfen, sondern nur verliehen bekommen kann, in die Oberpfalz, die angesichts des „jugendlichen“ Alters von Adolf Bindl auch bundesweit eine Rarität sein dürfte.

Die Erfolgsgeschichte von Adolf Bindl ist eng mit dem 1. FC Rötz und seinem Mentor, Michael Scherr, verknüpft. Scherr erinnerte sich an die ersten Gehversuche auf der Judomatte. Bald habe man das Talent von Adolf Bindl erkannt, der seinen Weg machte: auf zahllosen Turnieren und Wettbewerben bis in die erste Bundesliga in Abensberg und Ingolstadt - und auf Lehrgängen in Japan. Das nächste Ziel, Mitglied im Kader der deutschen Nationalmannschaft zu werden, lag zum Greifen nah. Da stoppte ein Motorradunfall die Karriere des jungen Adolf. Er erholte sich wieder, blieb dem Judosport treu und fing als Kampfrichter wieder von vorne an. Schließlich wurde er Kampfrichterobmann für die Oberpfalz, verdiente sich neuerlich Sporen als Schiedsrichter, erarbeitete sich Kompetenz und wurde mittlerweile Bundeskampfrichter.

Adolf Bindl wird wegen seiner Leistungen in der gesamten Bundesrepublik anerkannt und geschätzt. Der Bayerische Judoverband schlug Adolf Bindl zur Auszeichnung vor. „Und diese Entscheidung war richtig“, versicherte Michael Scherr, „der Adolf ist Judoka von der Zeh bis zu den Haarspitzen“. „Wir sind stolz darauf, dich in unseren Reihen zu haben“, versicherte Scherr seinem einstigen Zögling. Heute hat sich Adolf Bindl des Nachwuchses angenommen und trainiert die Kinder in der Judoabteilung. Ein äußeres Zeichen der Würdigung für Adolf Bindl zu finden, war schwer, sagte Scherr, denn die größte trage er um seine Hüften: den rot-weißen Meistergürtel. Michael Scherr: „Ich bin stolz darauf, dein Trainer gewesen zu sein."

 

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