Gründung In den Nachkriegswirren des 1. Weltkrieges mutete seinerzeit der Wunsch, in Rötz einen Fussballverein zu gründen. Wirtschaftliche Not und Arbeitslosigkeit prägten damals das Bild. Allgegenwärtig waren in vielen Familien menschliches Leid und die Trauer über gefallene, vermisste oder schwer verwundete Angehörige. Trotzdem richtete eine Schar junger Männer den Blick nach vorne. Die Bereitschaft den 1. FC Rötz zu gründen war ein Ja zum Leben, ein Zeichen dafür, auf die Zukunft, die Hoffnung zu setzen. Idealismus und Sportbegeisterung waren ihr Startkapital. Wochenlang musste man damals dafür arbeiten, um die Sportkleidung bezahlen zu können. Trotz widrigster Umstände kam es im Herbst 1919 zur Gründung des 1. FC Rötz. Bevor man ans Trainieren oder Spielen denken konnte, musste ein Sportplatz angelegt werden. Auf dem Rödelanger verbrachte die verschworene Gemeinschaft den größten Teil ihrer kärglichen Freizeit, um in Handarbeit einen halbwegs bespielbaren Sportplatz zu planieren. Einen Vorstand gab es in den ersten Jahren noch nicht. Das Sagen hatte, wenn man davon in dieser kameradschaftlichen Truppe überhaupt reden konnte, der Mannschaftsführer Michael Wohlfahrt. Ebensowenig dachte man damals an Trainer und Vereinskassier. In der Person des Mannschaftsführers vereinigten sich alle heute bekannten Funktionärsposten. 1926 fanden erstmals Wahlen statt, aus denen Michael Kreuzer als Vorsitzender hervorging. Er musste sich auch um die im argen liegenden Vereinsfinanzen kümmern. Der Verein blieb von den beginnenden politischen Umwälzungen unberührt und konnte sich sportlich erfolgreich in Szene setzen. Während des 2. Weltkrieges, in den Jahren 1939 - 1942, ruhte der Spielbetrieb nicht ganz, anschließend ließen die Kriegsereignisse allerdings kein Spiel mehr zu. Nach dem 2. Weltkrieg: Obwohl so mancher Sportkamerad im Krieg blieb oder Dauerschäden davontrug, lebte das Vereinsleben im 1. FC Rötz sehr schnell wieder auf. Heimatvertriebene, die in Rötz eine vorläufige oder neue Heimat gefunden hatten, verstärkten und ergänzten die dezimierte Mannschaft. Ungewiss war die Zukunft. Deutschland lag nach einem totalen Krieg völlig am Boden. Nicht aber der 1. FC Rötz, der bald wieder hoch im Kurs stand. Im Jahr 1947, nachdem sich im Land der Sportverband und die Fachverbände wieder etablieren konnten, wurde der 1. FC Rötz wieder "amtlich". Er trat dem BLSV und dem BFV bei. Die einseitig auf den Fussballsport ausgerichtete Vereinsstruktur wurde 1969, 50 Jahre nach der Vereinsgründung, mit der Aufnahme von drei neuen Sportabteilungen auf eine wesentlich breitere Basis gestellt. Auf Initiative zahlreicher interessierter Sportler wurden am 28.02.1969 die Turnabteilung, am 18.03.1969 die Tischtennisabteilung und am 03.05.1969 die Judoabteilung gegründet. 1985 wurde die Skiabteilung als 5. Sportabteilung in den 1. FC Rötz aufgenommen. Die Behinderten- und Versehrtensportgruppe wurde auf einstimmige Empfehlung des Vereinsausschuss im Jahr 1987 mit ebenso einstimmigen Votum der Mitgliederversammlung als 6. Sportabteilung in den 1. FC Rötz aufgenommen. 1990 bereicherte die Gründung der Tennisabteilung, als 7. und jüngste Abteilung, das Sportangebot des 1. FC Rötz.
Nach der Integration der Sportabteilungen wurde 1990 eine neue Vereinssatzung beschlossen. Darin wurden erstmals die Zuständigkeiten des Hauptvereins und seiner Organe auf der einen Seite geregelt. Andererseits erhielten die Sportabteilungen Organisationsbefugnisse übertragen und dabei weitgehende Freiräume zugestanden. Diese ermöglichen es den Sportabteilungen, ihre Verwaltungs- und Kassenangelegenheiten weitgehend ohne Einmischung durch den Hauptverein autonom zu führen. Die Sportabteilungen werden von der selbstgewählten Abteilungsleitung in einer Organisationsform geführt und vertreten, die ihrem Aufbau der des Hauptvereins entspricht
Mit Zuversicht in die ZukunftDer 1. FC Rötz hat sich schon in der Vergangenheit den sich permanent ändernden Gegebenheiten angepasst. Zeitgemässes Handeln und Reagieren war erklärtes Prinzip und sollte es auch weiterhin bleiben. Seine wesentliche Aufgabe sieht der Verein darin, allen Bevölkerungsschichten ein breites sportliches Angebot zu bieten. Die körperliche und sittliche Entwicklung der Vereinsmitglieder, insbesondere der Jugend durch Pflege und Förderung des Sports und des Fair-Plays muss stets Ziel, Anliegen und Bemühen der Vereinstätigkeit sein und bleiben. Der Jugendsport hat in der heutigen Gesellschaft eine vielfältige Bedeutung. Er nimmt nicht nur unter den Freizeitaktivitäten und in der Gesundheitsförderung einen hervorragenden Platz ein, er trägt auch wesentlich zum körperlichen Wohlbefinden bei und vermittelt dem jungen Menschen Erfolgserlebnisse, die sein Selbstvertrauen stärken und das Interesse an körperlicher Bewegung und Leistungsfähigkeit fördern. Dabei darf es uns nicht nur um die sportlichen Erfolge gehen. Neben biologischen und sozialen Funktionen hat der Sport auch allgemeine und politisch spezifische Funktionen. Der Verein muss Jugendlichen helfen, mit den Anforderungen einer sich veränderten Umwelt fertig zu werden und dabei den sich wandelnden Interessen und Bedürfnisse junger Menschen Rechnung zu tragen. Die vom Verein in der Vergangenheit und in der Gegenwart getätigten Investitionen werden sich deshalb in der Zukunft als erstklassiges Anlagevermögen zur Verwirklichung seiner Zielsetzungen erweisen. Auch wenn heute die verantwortlichen Vereinsvertreter möglicherweise den Erfolg nicht mehr selbst buchalterisch werden bilanzieren können, sollte es für sie Freude und Trost zugleich sein, zur rechten Zeit die entscheidenden Schritte initiiert und eingeleitet zu haben. Der Ehrenvorstand
| Ehrenvorsitzende
| Ehrenmitglieder
| Anton Kriegseis
| Hans Tratz
| Franz Xaver Haberl, sen. (verst. 02.01.2012)
| Maria Zwicknagel
| | Manfred Hofmann sen. (verst. 14.01.2010) | Kurt Klofat
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| Hans Wohlfarth
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Dank dem EhrenamtDer ehrenamtlichen Tätigkeit der vielen Funktionsinhaber in den Sportabteilungen und im Hauptverein ist es zu verdanken, dass der 1. FC Rötz seit seinem Bestehen 1919, nach dem Wiederaufbau 1946, der erstmaligen Aufnahme weiterer Sportabteilungen 1969 und der Öffnung für andere, zeitgemäße Sportarten immer noch, oder aber gerade deswegen, ein lebendiger, vitaler und von neuen Ideen getragener Verein ist. Den Betreuern, Trainern, Jugendlichen und Helfern in den verschiedensten Funktionen sei deshalb ebenso herzlich gedankt wie all jenen, die sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit zur Verfügung gestellt haben oder eine solche ausüben. Der Ausbildung und Gewinnung einer genügenden Anzahl von Führungskräften, Übungs- und Jugendleitern, von ehrenamtlichen Mitarbeitern auf allen Funtionsebenen ist deshalb uneingeschränkt Vorrang einzuräumen. Für den 1. FC Rötz ist die Leistung freiwilliger, unentgeltlicher organisatorischer und pädagogischer Aufgaben ein unverzichtbares Element.
Werden Sie Mitglied beim 1. FC Rötz:Die Beitrittserklärung zum Download als pdf-Datei: Beitrittserklärung.pdf (138 KB) Hinweis: zum Betrachten der pdf-Datei muss Adobe Acrobat Reader auf Ihrem System installiert sein!
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