1. FC Rötz veranstaltete einen Ehrenabend für die treuen MitgliederÜber 200 Urkunden und Ehrennadeln verteilt 
Der 1. FC Rötz hatte sich Großes vorgenommen: einen Ehrenabend für die treuen Mitglieder, natürlich in der Schulturnhalle, die für einen Großteil des sportlichen Angebots genutzt wird. Über 300 Ehrungen für 10- bis 60-jährige Vereinszugehörigkeit waren vorgesehen. Über 200 Urkunden und Ehrennadeln des Bayerischen Landessportverbandes konnte die FC-Führungsriege an diesem Abend verteilen. Ein Mammutprogramm, gewürzt und aufgelockert durch Vorführungen der einzelnen Abteilungen. Mit zwei besonderen Ehrungen fand der Abend seinen krönenden Abschluss: Adolf Bindl wurde zum 6. Dan gratuliert und Hans Wohlfarth zum Ehrenmitglied des 1. FC Rötz ernannt. Amtierender Vorstand Michael Scherr erinnerte kurz an die Vorgeschichte dieses Abends, der in der Geschichte des 1. FC Rötz wohl einmalig ist. Sein Gruß galt den Besuchern, aber auch den Ehrenvorständen des 1. FC Rötz, Franz X. Haberl sen. und Manfred Hofmann, den Ehrenmitgliedern Maria Zwicknagel, Hans Tratz und Kurt Klofat sowie Rektor a. D. Hans Wallinger mit Gattin. Mit fast 900 Mitgliedern sei der 1. FC Rötz der mitgliederstärkste Verein in der Stadtgemeinde, sagte Scherr, des es mit Stolz erfülle, dass der Verein zudem zu den sportlich erfolgreichsten im Landkreis und darüber hinaus zähle. Scherr stellte die aktuelle Führungsmannschaft des 1. FC Rötz und die einzelnen Abteilungen kurz vor und forderte die Zuhörer auf, von den sportlichen Angeboten des Vereins auch Gebrauch zu machen. Der 1. FC Rötz konnte in den fast 90 Jahren seines Bestehens immer wieder großartige, sportliche Erfolge erzielen, sagte Vize-Landrat Fritz Winklmann. Was aber in der Vereinsgeschichte besonders auffalle, sei großes ehrenamtliches Engagement. Die Stärke der Vereine liege in den Mitgliedern, die sich über Jahre hinweg einbringen. Ohne deren Arbeit wäre das umfangreiche Sportangebot nicht möglich, meinte Winklmann. Wichtige Felder im Freizeitbereich werden zunehmend vollständig von Vereinen abgedeckt, stellte Bürgermeister Ludwig Reger in seinem Grußwort fest: „In Rötz können wir stolz sein, 56 Vereine und Organisationen im kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Bereich zu haben“. Ohne aktives Mitgestalten und ohne persönlichen Einsatz käme das Vereinsgeschehen in Kürze zum Erliegen. Jugend brauche aber Vorbilder, an denen sie sich orientieren könne, so Reger, und an die aktiven Vereinsmitglieder gewandt meinte er, dass sie in diese Vorbildfunktion hineingewachsen seien: „Ohne Sie wird es nicht gelingen, die nachrückende Generation für die Arbeit im Verein zu gewinnen.“ BLSV-Vorsitzender Arnold Lindner sah in der Schulturnhalle „einen vollen Saal, voller Leben.“ Ihm sei es eine Freude zu sehen, wie der 1. FC Rötz blühe: „Dazu gratuliert der ganze Landkreis.“ Im FC stimme Angebot und Nachfrage, meinte Lindner, und „Jung und Alt finden darin eine Heimat.“ 
Viele treue Mitglieder geehrtSie stehen für 300 weitere Mitglieder, die anlässlich des Ehrenabends des FC Rötz geehrt wurden - Alterssenioren des 1. FC Rötz, die wenigstens 40 Jahre im Verein sind: 
Stehend von links nach rechts neben Michael Scherr: Robert Pregler, Manfred Hoffmann, Franz Wittmann, Peter Reisima, Michael Kreuzer, Bürgermeister Ludwig Reger, Vizelandrat Fritz Winklmann und Vize-FC-Vorsitzender Martin Heimann. Sitzend von links nach rechts: Albert Vogl, Johann Griebl, Franz X. Haberl sen. und Walter Hellmuth. Am ausdauerndsten ist Anton Kriegseis beim FC Rötz: 60 Jahre. Er konnte an dem Abend leider nicht teilnehmen. TT-Urgestein Hans Wohlfarth wurde zum Ehrenmitglied des 1. FC Rötz ernanntDer Ehrenabend des 1. FC Rötz diente auch als Rahmen für eine ganz besondere Auszeichnung: Tischtennis-Urgestein Hans Wohlfarth wurde zum Ehrenmitglied des 1. FC Rötz ernannt. Amtierender Vorsitzender Michael Scherr hielt die Laudatio auf den Senior, der sicherlich zu den bemerkenswertesten Sportlern in der ganzen Oberpfalz gehört. Mit über 800 Einsätzen als aktiver Spieler beim 1. FC Rötz steht Hans Wohlfarth seit dem Gründungsjahr der Tischtennisabteilung 1969 ununterbrochen als Ranglistenspieler am Tisch und kämpft nach wie vor sehr erfolgreich um Punkte. Hans Wohlfarth ist bei allen Vereinen im Landkreis als Tischtennisfreund bekannt und beliebt, jedoch als Gegner ob seiner enormen Routine und seinem Spielwitz als Materialspieler gefürchtet: Sein geschicktes Anti-Top-Spiel bringe heute noch manchen Gegner schier zur Verzweiflung, sagte Scherr. Dabei sei das besondere Anliegen von Hans Wohlfarth die Nachwuchsarbeit. Er betreut heute noch die beiden Jugendmannschaften und organisiert alljährlich die Tischtennis-Mini- und Schulmeisterschaften. Er übernimmt auf Kreis- und Bezirksebene oft die Leitung von Turnieren, die er mit Ruhe, Routine und langjähriger Erfahrung zügig und zuverlässig leitet. Hans Wohlfarth ist zudem ständiger Motor freundschaftlicher Beziehungen zum Partnerverein in Ronsberg, organisiert Treffen und Turniere, um den Kontakt zu den tschechischen Freunden nicht abreißen zu lassen. Daneben ist Hans Wohlfarth auch als „Wüstenfuchs“ bekannt. Nur allzu gern bereist er in abenteuerlicher Weise die heißen Zonen dieser Erde und lässt die Rötzer dank zahlreicher Lichtbildervorträge an seinen Reiseeindrücken teilhaben. Sein faires, sportliches, aber auch ehrgeiziges Verhalten im Wettkampf, seine Kameradschaft und sein offenes Auftreten in geselliger Runde seien wesentliche Gründe für den guten Ruf der Rötzer Tischtennisabteilung und des 1. FC Rötz über die Landkreisgrenzen hinaus, so Scherr. In der Abteilung sei Wohlfarth die treibende Kraft: Er wisse alles, er könne alles, er tue alles ohne großes Bitten, ohne Aufforderung. Für alles Neue sei er offen, so erledige der Junggebliebene auch die Internetarbeit oder Online-Meldungen. 
Tischtennis-Urgestein Hans Wohlfarth (mit Urkunde) wurde zum Ehrenmitglied des 1. FC Rötz ernannt. Zweiter Vorsitzender Martin Heimann, Abteilungsleiter Dieter Heinrich, Verwaltungsobmann Wilfried Hörmann und Vorsitzender Michael Scherr gratulierten. Nach dem 6. Dan noch eine lokale AuszeichnungJudoka Adolf Bindl wurde ausgezeichnet Der Anlass für eine weitere Würdigung beim großen Ehrenabend des FC Rötz liegt schon etwas zurück. Aber nach einer sehr seltenen Auszeichnung für Judoka Adolf Bindl war auch dem 1. FC Rötz eine besondere Ehrung ein echtes Anliegen. Als amtierender Vorstand sprach Michael Scherr, der über 30 Jahre lang Wegbegleiter und Freund des Geehrten war, die Laudatio aus dem Stegreif. Michael Scherr war und ist von der Richtigkeit der Entscheidung des Ehrenrats im Deutschen Judobund zutiefst überzeugt, Adolf Bindl den 6. Dan zu verleihen. Den Vorsitzenden übermannte nach seiner Rede die Rührung. Die Ehrung für den höchsten Meistergrad, den es im Judosport überhaupt gibt, ist ein klein wenig auch sein Werk, und neben einer Medaille vom 1. FC Rötz sah Adolf Bindl auch die Tränen eines Freundes. Adolf Bindl hat im Dezember 2004 nach einem Turnier in Weiden den 6. Dan verliehen bekommen. Erstmals ging diese Auszeichnung, die man sich nicht erkämpfen, sondern nur verliehen bekommen kann, in die Oberpfalz, die angesichts des „jugendlichen“ Alters von Adolf Bindl auch bundesweit eine Rarität sein dürfte. Die Erfolgsgeschichte von Adolf Bindl ist eng mit dem 1. FC Rötz und seinem Mentor, Michael Scherr, verknüpft. Scherr erinnerte sich an die ersten Gehversuche auf der Judomatte. Bald habe man das Talent von Adolf Bindl erkannt, der seinen Weg machte: auf zahllosen Turnieren und Wettbewerben bis in die erste Bundesliga in Abensberg und Ingolstadt - und auf Lehrgängen in Japan. Das nächste Ziel, Mitglied im Kader der deutschen Nationalmannschaft zu werden, lag zum Greifen nah. Da stoppte ein Motorradunfall die Karriere des jungen Adolf. Er erholte sich wieder, blieb dem Judosport treu und fing als Kampfrichter wieder von vorne an. Schließlich wurde er Kampfrichterobmann für die Oberpfalz, verdiente sich neuerlich Sporen als Schiedsrichter, erarbeitete sich Kompetenz und wurde mittlerweile Bundeskampfrichter. Adolf Bindl wird wegen seiner Leistungen in der gesamten Bundesrepublik anerkannt und geschätzt. Der Bayerische Judoverband schlug Adolf Bindl zur Auszeichnung vor. „Und diese Entscheidung war richtig“, versicherte Michael Scherr, „der Adolf ist Judoka von der Zeh bis zu den Haarspitzen“. „Wir sind stolz darauf, dich in unseren Reihen zu haben“, versicherte Scherr seinem einstigen Zögling. Heute hat sich Adolf Bindl des Nachwuchses angenommen und trainiert die Kinder in der Judoabteilung. Ein äußeres Zeichen der Würdigung für Adolf Bindl zu finden, war schwer, sagte Scherr, denn die größte trage er um seine Hüften: den rot-weißen Meistergürtel. Michael Scherr: „Ich bin stolz darauf, dein Trainer gewesen zu sein." 
Adolf Bindl hat höchste Judo-Ehren erreicht. Vize-Landrat Fritz Winklmann, Bürgermeister Ludwig Reger und FC-Vorsitzender Michael Scherr (von links) gratulieren.
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