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Jetzt nur nicht abheben - Beim Nachbarn Oberviechtach zählt nur ein Sieg
RÖTZ. Der nächste Gegner ist immer der schwerste. Dieser alte Leitsatz gilt besonders für das Gastspiel des FC Rötz beim abgeschlagenen Tabellenletzten TSV Oberviechtach. Vom Papier her eine leichte Sache, doch haben leider einige Rötzer Spieler den Auftritt der Fichtenstädter in Teunz live miterlebt. Es besteht die Gefahr, dass das Spiel auf die leichte Schulter genommen wird - besonders nach dem klaren Heimsieg gegen Plössberg. Natürlich muss ein Sieg eingefahren werden. Bei dem Konzept von Interimstrainer Böl "hinten dicht und vorne hoffen" kann es aber ein schweres Stück Arbeit werden, die Teunzer können ein Lied davon singen. Nach dem Trainerwechsel und der Rückkehr von Dominic Pfannenstein, der momentan den Langzeitverletzten Alexander Lintl ersetzt, ist mehr Stabilität im Defensivbereich der Oberviechtacher eingekehrt. Auch die Routine der Eichstätter-Brüder half mit, den Laden hinten dicht zu halten, besonders der Ex-Rötzer Sandro wird gegen seine alten Mannschaftskameraden hochmotiviert sein. Und Torwart Maier zeigte nicht nur beim gehaltenen Strafstoß, dass er ein vollwertiger Böl-Ersatz ist. Bernd Mehltretter wird seine Truppe auf ein Geduldsspiel einstellen müssen, wobei immer die Gefahr besteht, sich von dem wenig Offensivgeist zeigenden Gegner einschläfern zu lassen. Und fängt man dann noch einen überraschenden Konter, könnte es ein schlimmes Erwachen geben. Wenig zu sagen ist über die Offensive der Gastgeber. Ihr Top-Torjäger ist der momentan meist auf der Bank schmorende Neuzugang Georg Kölbl mit 3 Treffern, insgesamt haben sie in 13 Spielen erst 9 Treffer erzielt, das ist absoluter Minuswert der Liga. Vielleicht setzt Trainer Böl aber auch auf Rückkehrer Niebauer, der am Samstag wieder zur Verfügung steht. Als gefährlichsten Offensivspieler schätzt Bernd Mehltretter Florian Biebl ein, obwohl dieser eigentlich als Defensivkraft geführt wird. Dreigeteilt ist momentan die Liga, hinter den 6 Spitzenteams kämpfen zurzeit Rötz und Schwarzhofen um den begehrten 7 Platz. Einen Ausrutscher kann man sich da nicht leisten, schon gar nicht gegen Mannschaften aus den hinteren Tabellenregionen. Wünschenswert wäre wieder ein schneller Treffer, den je länger es dauert das vermutete Bollwerk zu knacken, desto schwieriger wird es werden. Gegen Plössberg klappte das hervorragend, obwohl die Leistung insgesamt nur mittelmäßig war. Doch das Leben ist kein Wunschkonzert und Erfolg muss man sich verdienen. Daher heißt es kämpfen gegen das Schlusslicht, mit Schönspielerei ist kein Blumentopf zu gewinnen. Zum Ende des Jahres hin nehmen auch die Blessuren beim FC zu, es wird wieder etwas enger mit dem Personal. Bei Stephan Frech gibt es noch keine Entwarnung, er wird wohl genauso fehlen wie Ben Loibl (immer noch in Urlaub). Leopold hat sich im Training verletzt und Schießl ist erkrankt, hinter beiden steht ein großes Fragezeichen. Auch Rösch ist angeschlagen, doch er wird wohl auf die Zähne beißen und auflaufen. Anstoß Samstag, 16:00 Uhr, auf dem Sportplatz am Sandradl in Oberviechtach - It's derby time!
Die zweite Mannschaft muss ebenfalls am Samstag zur punktgleichen DJK Arnschwang II reisen. Eine schwere Aufgabe ohne Verstärkung durch Ergänzungsspieler der „Ersten“, zumal die Heimmannschaft genau diesen Vorteil hat. Vielleicht gelingt eine Überraschung.
Anstoß Samstag, 13:15 Uhr, auf dem Sportplatz in Arnschwang.
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