Gründung

Vielleicht ließ sich Fritz Hauser von dem Ausspruch “Ich will nicht alle meine Zeit für mich selber brauchen, sondern einen Teil davon der Gemeinschaft zur Verfügung stellen; denn ich muß etwas finden, das mein Herz glücklich macht” Albert Schweitzers leiten, als er bereits 1986 beim 1. FC Rötz vorfühlte, wie der Verein zur Gründung einer Versehrtensportgruppe stehe. Damit begann für den damals 65-jährigen Hauser Fritz ein mühsamer Weg. Es galt Gleichgesinnte und Mitstreiter für die neue, seine Idee zu finden.So recht konnte sich damals keiner Vorstellen, was Versehrtensport in einem Sportverein wie dem 1. FC Rötz bringen könne. Mit einer nicht für möglich gehaltenen Zähigkeit und Ausdauer, verbunden mit großer Überzeugungskraft, sammelte Fritz Hauser, vor allem aus dem Kreise des VdK, Weggefährten. In Georg Dietl, seinem Kriegskameraden, fand er einen “Waffenbruder”, der sich von Anfang an begeisternd und selbstlos in die Pflicht nehmen ließ. So war es kein Zufall mehr, dass am 1. April 1987 im Gasthaus “Zur Post” in Rötz die Gründungsversammlung stattfand. Als Geburtshelfer fungierten der damalige Vorsitzende des 1. FC Rötz, Manfred Hofmann, und der seinerzeitige Fussballabteilungsleiter Max Bittner. Vom Behinderten- und Versehrtensportverband Bayern, Bezirksverband Oberpfalz, war der Bezirkssportwart Kurt Werner aus Weiden mit von der Partie. Die Aufnahme in den 1. FC Rötz als eigenständige Sportabteilung erfolgte nach einstimmiger Empfehlung des Vereinsausschusses, ebenso einstimmig durch die Mitgliederversammlung noch im Jahre 1987.

 

Gründungsmitglieder
Fritz Hauser Georg Dietl Josef Bernklau
Johann Daschner Konrad Fischer Franz Gilch
Josef Hauser Josef Hofstetter Josef Kestler
Vinzenz Lenz Bernhard Loppe Josef Rössler
Gerhard Weihrauch Manfred Hofmann Max Bittner

 

Schwierige Wochen, ja Monate durchlebte die Versehrten-Sport-Gruppe (VSG), die sich 1989 in Behinderten- und Versehrtensportgruppe (BVSG) umbenannte, bis sie von Verbandsseite die Anerkennung erhielt. Es waren zeitraubende und schwierige Verhandlungen mit dem BVS-Landesverband, der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen und Ärzte sowie weiteren amtlichen und halbamtlichen Vereinigungen und Organisationen notwendig. Hier gebührt dem damaligen Fussballabteilungsleiter Max Bittner Dank und Anerkennung. Von Anfang an stand er der BVSG hilfreich zur Seite, führte die Gespräche und erledigte den Schriftverkehr. Mit Erika Kalb (geb. Heimerl) aus Grub konnte eine staatl. diplomierte Krankengymnastin als erste Übungsleiterin gewonnen werden. Damit war vorerst der Weg frei! Die BVSG erhielt die befristete Anerkennung vom Behinderten- und Versehrten-Sportverband Bayern und durfte als “anerkannte Gruppe” den ambulanten Behinderten-/Rehabilitationssport anbieten.