Rückblick 2025
Judo: Nachwuchs-Kämpferin auf Medaillenjagd

Erfreuliche Nachrichten gibt es wiederum aus dem Nachwuchs der Rötzer Judokas: Kämpferin Marie-Sophie Böhm, die sehr regelmäßig an Wettkämpfen teilnimmt, erzielte zuletzt gute Resultate. Im September sammelte sie bei einem Sichtungsturnier des Deutschen Judo Bunds in Halle wertvolle Erfahrungen auf Bundesebene, darüber hinaus durfte sie sich kürzlich auch zwei Mal über Edelmetall freuen. Beim Ranglistenturnier in Neutraubling wurde die Nachwuchssportlerin Erste, beim Pokalturnier in Münchberg „Unter dem Rohrbühl“, einem bayerischen Sichtungsturnier für die U16, erkämpfte sie sich in der Gewichtsklasse bis 44 Kilogramm den dritten Platz. „Wir freuen uns, dass Marie-Sophie mit so viel Freude und Leidenschaft bei der Sache ist und sind stolz auf ihre jüngsten Leistungen“, betont Braun.

Judo: Das Ende einer Ära - Rötzer Judo-Mannschaft nach 52 Jahren Geschichte

Es ist das Ende einer Ära: 52 Jahre nach ihren ersten Gehversuchen werden die Judokas des 1. FC Rötz im kommenden Jahr keine Mannschaft mehr stellen. Ein alles andere als leichter Schritt für die Führungsriege um Andreas Braun. Allerdings auch einer, der nicht mehr vermeidbar war, wie der Abteilungsleiter erklärt.

 

Nicht nur, aber eben auch im Judo: "Die Zahlen an Sporttreibenden gehen zurück"

„Wir sind, wie viele andere Vereine aus unterschiedlichen Sportarten, von einer sportartenübergreifenden Tendenz betroffen“, holt der 26-Jährige aus. „Besonders Randsportarten wie Judo haben seit geraumer Zeit verstärkt damit zu kämpfen, dass die Zahlen an Sporttreibenden zurückgehen. Das haben auch wir in den vergangenen Jahren in unserer Mannschaft immer mehr zu spüren bekommen.“ In der zurückliegenden Bayernliga-Saison fand die Personalsituation im FC-Team dann schließlich ihren Tiefpunkt. So mussten die FCler etwa ihren Auswärtskampf bei den SF Friedberg mangels ausreichender Kämpfer absagen.

 

Das Ergebnis „intensiver Gespräche“ und Überlegungen

„Wir haben intensive Gespräche geführt, wir haben uns viele Gedanken gemacht, wie wir diesen Schritt möglicherweise abwenden können, sind aber in diesem Prozess letztlich zum Entschluss gekommen, den Kampfbetrieb der Mannschaft einzustellen“, sagt Braun und erklärt, dass im Hinblick auf die angespannte Personallage in der Mannschaft keine Besserung in Sicht gewesen sei.

 

Emotionaler Abschied

Vergangene Saison wurden die Rötzer in der Bayernliga ja Letzter und standen somit als Absteiger fest, am letzten Kampftag konnten die FCler aber immerhin noch einen Saisonsieg einfahren. Da war die Entscheidung, künftig keine Mannschaft mehr zu stellen, bereits getroffen. „Es war deshalb sehr emotional“, berichtet Braun, dem es verletzungsbedingt verwehrt blieb, noch einmal für „seinen“ FC auf der Matte zu stehen.

 

„Auf sie war und ist immer Verlass“

Es fällt Braun nicht leicht über das Ende der Rötzer Ära zu sprechen, umso wichtiger ist es ihm dafür, den vielen helfenden Händen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte zu danken. „Auf viele Personen, darunter etwa Judith und Achim Pregler, Carmen Schoierer, Ulli Heinze oder Maik Niklas war und ist immer Verlass. Sie haben auch dafür gesorgt, dass ein Mannschaftsbetrieb überhaupt möglich war. Für ihren unermüdlichen Einsatz möchte ich mich im Namen der Vorstandschaft ganz herzlich bedanken.“

 

Größter Erfolg: Aufstieg in die 2. Bundesliga

Die Judo-Abteilung im FC wurde 1969 gegründet, drei Jahre später machte die erste Rötzer Senioren-Mannschaft ihre ersten Schritte bei Meisterschaften. Im Jahr 1973 feierten die Kämpfer aus der Guttensteiner-Stadt dann ihren ersten Sieg im Bezirksliga-Duell gegen Vohenstrauß. Es war der erste von vielen Erfolgen. Der größte gelang den Rötzern 2003 mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. 2012 gewann die FC-Truppe die Bayernliga-Meisterschaft, 2019 gelang ihr durch den Triumph in der Landesliga der Wiederaufstieg in die Bayernliga. Nach 52 Jahren ist nun das letzte Kapitel der traditionsreichen Rötzer Judo-Mannschaft geschrieben.

Bild: Letzter Kampf in München (11:9-Sieg gegen Eltmann) 

 

Judo: Ein Jahr mit Höhen und Tiefen - Traditioneller Faschingsball am 1. März 2025

Bild (von links):

Kenneth Haas (2. Abteilungsleiter), Theresa Dirscherl (Jugendleiterin und Trainerin), Andreas Braun (1. Abteilungsleiter).

 

 

Hinter der Judo-Abteilung im 1. FC Rötz liegt ein ereignisreiches Jahr. Am Sonntagabend blickten die Rötzer Judokas bei ihrer Jahreshauptversammlung in der Sporthalle auf 2024 zurück – und schauten auch in die Zukunft.

Beim Rückblick durch Abteilungsleiter Andreas Braun stach ganz besonders das Ende der Rötzer Judo-Mannschaft hervor. 52 Jahre nach den ersten Gehversuchen stellen die FCler in diesem Jahr keine Mannschaft mehr. Es war eine Nachricht, die im Oktober bei vielen Begleitern und Fans für Wehmut sorgte. Der Schritt hatte sich aber angebahnt, fand die Personal-Situation in der zurückliegenden Bayernliga-Saison schließlich ihren Tiefpunkt. Besserung für 2025 war nicht in Sicht – und so folgte die schwere, aber logische Entscheidung: das Aus nach 52 Jahren.

 

Vorletzter Platz in der (vorerst) letzten Saison

Auch sportlich lief die letzte Saison nicht wirklich zufriedenstellend. Nur am letzten Kampftag waren die Rötzer mit einem 11:9-Sieg gegen Eltmann erfolgreich. Im Nachhinein wurden den FC-Judokas noch im Duell gegen den TV Erlangen II die Punkte am grünen Tisch zugeschrieben worden, sodass die Rötzer schließlich den vorletzten Platz belegten.

Braun hatte aber auch viele positive Punkte zu berichten: So zum Beispiel sprach er über den traditionellen wie beliebten Judo-Ball, der 2024 unter dem Motto „Früher war alles besser“ stand und seinen 220 Gästen viele schöne Stunden im Fürstenkasten bescherte.

Seit jeher sind die Rötzer Judokas auch eine Stütze beim Rötzer Heimatfest, auch im vergangenen Jahr beteiligten sich wieder mehrere FC-Judokas am Fest. Sportlich wussten mehrere junge FC-Kids auf Wettkämpfen und Lehrgängen zu überzeugen. „Wir freuen uns über jedes unserer Kinder, das den FC Rötz auf Turnieren vertritt“, betonte Braun. „Ob erfolgreich oder nicht, ist dabei nicht entscheidend. Wichtig ist in erster Linie der Spaß am Sport.“

 

FC-Talent macht auf sich aufmerksam

Den hat auf alle Fälle unter anderem die Nachwuchskämpferin Marie-Sophie Böhm, die die Rötzer Fahne auch außerhalb Bayerns hoch hielt, gute Ergebnisse einfuhr und wertvolle Erfahrungen – beispielsweise beim Saalepokal in Halle – sammelte. Das FC-Talent krönte ihr erfolgreiches Jahr schließlich im November in Vohenstrauß, wo sie Gold holte und nochmal einige Punkte für die abschließende Oberpfalz-Rangliste sammelte. In der Jugend weiblich unter 15 Jahren erreichte sie zum Abschluss einen tollen sechsten Platz und zählt damit zu den besten Nachwuchsathletinnen im Bezirk. „Wir sind sehr stolz auf Marie-Sophie und schätzen uns auch glücklich, dass sie von ihrer Mama Gabi so toll unterstützt wird“, sagte Braun.

 

Aktivitäten abseits der Matte - Danke ans Ehrenamt

Der 26-Jährige erwähnte am Rande auch noch die Fahrt in die Kristalltherme Palm Beach bei Nürnberg, die den Start ins Jahr 2024 markiert hatte und mit rund 50 Teilnehmern von Jung und Alt gut angenommen wurde. Gut bei den kleinen Judokas und ihren Eltern kam außerdem die Grillfeier zum Trainingsstart nach der Sommerpause an, berichtete Braun und bedankte sich hier auch bei den Fußballer-Kollegen, die hierfür das Sportheim zur Nutzung zur Verfügung gestellt hatten.

Wie die meisten Vereine leben auch die Rötzer Judokas von ehrenamtlichem Engagement. Allen voran die Arbeit und der „unermüdliche Einsatz“ der Jugendtrainer Achim Pregler und Theresa Dirscherl seien von „unschätzbarem Wert“, betonte Braun und bedankte sich bei den beiden nicht nur mit Worten – sondern auch mit einem kleinen Präsentkorb.

 

„Willkommen auf dem Rötzer Kiez“: Judo-Ball am 1. März

Der Abteilungsleiter der Rötzer Judokas richtete den Blick indes auch nach vorne – so zum Beispiel auf den bevorstehenden Judo-Ball, der am 1. März, wie gewohnt im Fürstenkasten stattfindet und zum Party machen auf dem „Rötzer Kiez“ einlädt.

Judo: Judokas machen den Fürstenkasten zum "Retzer Kiez" (01.03.2025)

Wenn sich der Fürstenkasten in die Reeperbahn verwandelt: Unter dem Motto „Willkommen am Rötzer Kiez“ lud die Judo-Abteilung des 1. FC Rötz am Samstag zu ihrem traditionellen Judoball ein. Es fand sich, wie es sich für einen Kiez gehört, ein bunter Mix an Partygästen ein, um ein paar schöne Stunden zu erleben.

Dazu maßgeblich beigetragen hat die Partyband Urwaidler, die für eine ausgelassene Stimmung im Saal sorgte und viele Genres bediente, sodass es nicht langweilig wurde und für jeden Geschmack etwas dabei gewesen sein dürfte. Die Tanzfläche war den ganzen Abend über äußerst gut gefüllt – auch, oder besser gesagt, besonders bei der Maskenprämierung, einem der Highlights der Veranstaltung.

Viele Gäste hatten sich zuvor mächtig ins Zeug gelegt und mit kreativen Kostümen auf sich aufmerksam gemacht. Ein Junggesellinnenabschied hatte seine „Braut vosuffa“ und suchte im Fürstenkasten mit Schildern nach der verloren gegangenen Freundin. Eine Gruppe Putzfrauen wiederum sorgte dafür, dass es hygienisch blieb am „Retzer Kiez“. Blicke zogen auch „d’Retzer Tchippendails & ihre hot Ladys“ auf sich, die die Jury bei der Maskenprämierung schließlich am meisten überzeugten und den ersten Platz holten.

Zuvor konnten sich die Ballgäste bei einem Schätzspiel beweisen. Es galt, die Gesamtlänge mehrerer aneinander gebundener Judogürtel zu schätzen. Einige Schätzer waren am richtigen Ergebnis ganz nah dran. Der beste Tipp verfehlte die tatsächliche Gesamtlänge von 19,62 Metern lediglich um zwei Zentimeter. Marcus Kraus und Magnus Rötzer von der Judo-Abteilung zollten den Gewinnern ihren Respekt, überreichten den besten Schätzern Preise – und bedankten sich bei allen lokalen Unternehmungen, die Preise sponserten. Auch bei der Maskenprämierung hatte es für die Gewinner schon Präsente gegeben.

Auch nach der Auflösung des Schätzspiels kurz vor Mitternacht wurden die Urwaidler noch lange nicht müde und heizten dem Faschingsvolk weiter ordentlich ein. Auch ein Stockwerk niedriger in der Bar war zu späterer Stunde einiges los. So mancher Faschingsnarr blieb noch lange. Erst in den frühen Morgenstunden schloss der „Retzer Kiez“ seine Pforten - und die Rötzer Reeperbahn wurde wieder zum Fürstenkasten.